Home -> Berichte -> Brigitte Frank

 

 

 

Endbericht Brigitte Frank

Für Zwischenberichte hatte ich keine Zeit und Kraft, weil ich beides den Kindern zukommen ließ. Ich habe mich bemüht mit ihnen nicht nur Spiel, Spaß und Sport zu machen, sondern sie auch immer wieder an Regeln wie Ordnung, Sauberkeit und Durchhaltevermögen zu gewöhnen.
Anstandsregeln beherrschen die Kinder hervorragend. So werden z.B. nach dem Schulbesuch die Mamas und Staff mit Handschlag begrüßt. Ein Dankeschön nach dem Essen und nach allem was sie bekommen, gehört zu den Selbstverständlichkeiten. Das ist beeindruckend und viele Kinder in Deutschland könnten sich ein Beispiel daran nehmen.
Ebenso auffallend gut sind die Disziplin und die Hilfsbereitschaft untereinander. Ich hatte das Glück, einige Examensauswertungen mitzuerleben. Winni besuchte einen Elternnachmittag und am Abend fanden wertvolle und erzieherische Gespräche mit den Kindern statt, die die Aufgaben der Schule nicht so ernst nehmen. Ich glaube nicht, dass es bei Nichtwaisen eine gründlichere Auswertung der Leistung nach deren Ursachen gibt. Irene hat das spitzenmäßig gemacht. Es war keine routinemäßige Moralpredigt.
Wie in Deutschland auch haben die Kinder ihre Probleme mit der Ordnung und damit eine begonnene Sache zu Ende zu führen, das heißt z.B. Materialien wieder zu säubern und zurückzulegen, Schuke paarweise abzustellen und nicht irgendwo im Sand liegen zulassen. Papier o.ä. in den Korb und nicht auf den Boden zu werfen.
Vielleicht gibt es im neuen Haus für die Spielzeuge und Sportspiele einen ganz bestimmten Platz. Vielleicht könnten ganz bestimmte Kinder dafür Verantwortung übernehmen. Das tun sie, so glaub ich, sehr gern. Den Mamas und der Staff würde das viel Arbeit ersparen.
Hoffentlich gelingt es Irene im Gelände um das neue Haus eine Wiese (Afrikagras) anlegen zu lassen. Das sollte noch in dieser Woche vor der Regenzeit passieren. Ich empfinde den schmutzigen Sand z. Zt. als großes Problem. Es wird die Waschmaschine in kürzester Zeit außer Gefecht setzen (Sand steckt in den Taschen) und die Sandflöhe werden an den Körpern von Kindern und Füßen ihr Unwesen treiben. Hier sind vor allem die Mamas sehr gefordert.
Ein geschätzter Pädagoge sagte einmal „Erziehung ist eine ständige Vorbildwirkung, oft auch eine Strenge aber immer eine Liebe an den Kindern“
Etwas, was leicht gesagt, aber auf Dauer unendlich schwer zu machen ist.
Hochachtung gebührt den Heimgründern Petra und Helmut. Ihnen wünsche ich weiterhin viel Kraft, um ihr Lebenswerk zu erhalten und weiterzuführen.

Brigitte Frank, Kilifi den 03.04.2009

   

Aktuelle Informationen

 

 

 

 

 

 

 

 

Vereinsinformationen

 

  unser Verein

  Mitgliedschaft

  Patenschaft